COPD
Informationen für Betroffene und Angehörige
Symptome und diagnostische Verfahren bei COPD
Die Hauptsymptome einer COPD sind Husten, Auswurf und Atemnot. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf werden diese Symptome stärker: die Atemwegssekrete lassen sich immer schwerer abhusten und die Atemnot, die anfangs nur bei körperlicher Belastung auftrat, macht sich bereits in Ruhe bemerkbar.
Zur Einteilung des Erkrankungsverlaufs wurden von der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie Leitlinien entwickelt, die fünf Schweregrade der COPD unterscheiden. Die Zuordnung erfolgt auf der Basis der Einsekundenkapazität FEV1 und der Vitalkapazität VK. Der FEV1-Wert gibt an, welches Luftvolumen in einer Sekunde maximal ausgeatmet werden kann. Die Vitalkapazität ist die Menge Luft, die maximal eingeatmet werden kann.
Der Schweregrad 0 entspricht einer Risikogruppe, bei der FEV1 und VK normal sind, die aber bereits erste Symptome zeigt. Von einer leichtgradigen COPD wird ab einem FEV1 unter 80 % und einem FEV1/VK unter 70 % des Sollwertes gesprochen. Bereits in diesem Stadium kann bei starker Belastung Atemnot auftreten. Bei einer sehr schweren COPD liegt der FEV1-Wert 30 % bzw. 50 % unter dem Sollwert und der FEV1/VK-Wert unter 70 % des Normalwertes.
Die Parameter FEV1 und VK werden im Rahmen einer Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) ermittelt. Sie wird durchgeführt, wenn Anamnese, körperliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs den Verdacht nahelegen, dass eine COPD vorliegt. Je nach gemessenem Atemvolumen wird das weitere diagnostische Vorgehen geplant. Zur weiteren Abklärung können bei Bedarf z. B. bildgebende Verfahren zur Untersuchung der Lunge und des Herzens sowie ab Schweregrad III eine Blutgasanalyse (Messung der Sauerstoff-/Kohlendioxid-Konzentration im Blut) durchgeführt werden.
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